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Biographie Wilhelm Senoner |
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Wilhelm
Senoner stammt
aus einer Familie vielseitiger und anerkannter Bildhauer und Maler. Sein
Vater bevorzugte das Kruzifix als
Objekt, entsprechend der Grödner Tradition und deren beliebten Motive.
Wilhelm Senoner folgt dieser kulturellen Prägung und beginnt mit dem
Studium des gotischen Stils: der italienischen Gotik aber auch, und vor
allem, der nordischen Gotik, welche in ihrer Herbheit ausdrucksvoller erscheint
und jedem kleinsten Zeichen der Details mehr Aufmerksamkeit schenkt. Dank
dieser fundierten Kenntnisse erhält er Aufträge für die
Nachbildung zerstörter, verschollener oder entwendeter Gemälde
der Tiroler Spätgotik. Oftmals wirkt die Replik dem Original verwirrend ähnlich,
und für einige Jahre widmet er seinen künstlerischen Einsatz
vollends diesen Arbeiten. |
Im Jahre 2000 gewinnt
er einen internationalen Wettbewerb für die Kopie des Altars, genannt „Die
Goldene Tafel", im Dom zu Minden (Deutschland), dessen Original
im Bodemuseum in Berlin aufbewahrt wird. Dies wird sein größtes Werk in gotischem
Stil (5,5 x 2 m), an dem er ganze zwei Jahre ununterbrochen arbeitet. Das Werk
umfasst „Die Marienkrönung", „Die zwölf Apostel" und „24
Propheten" und wurde 2002 in der Kirche in Minden aufgestellt und eingeweiht. In den folgenden Jahren nutzt Wilhelm Senoner die Reisen sowie Ausstellungen,
um die Kunst mit all ihren Stilepochen und ihren verschiedensten Ausdrucksformen
kennen zu lernen.
Er besucht und nimmt an den wichtigsten Messen teil, die jährlich in ganz
Europa stattfinden und knüpft dabei wichtige, neue Kontakte mit Kunstsammlern.
Seine Werke findet man in Italien, in der Schweiz, in Deutschland, Österreich,
den Niederlanden, in Japan und in den Vereinigten Staaten.
Neben der Bildhauerei fördert und erforscht er seine Kreativität
auch in der Malerei und Zeichnung.
In den Jahren 1985 bis 1994 zeigt er seine Werke in mehreren Einzelausstellungen,
so in der Galerie Politzer in Meran, in der Athesia Brixen, im „Kreis
für Kunst und Kultur" in St. Ulrich, auf Schloss Prösels, im
Sitz der Raiffeisenkasse Kaltem und im Kloster Sekau in Österreich.
Gleichzeitig beteiligt er sich auch an Kollektivausstellungen im In-
und Ausland.
1994 tritt er der Vereinigung des Grödner Kunsthandwerks UNIKA bei und
ist seit damals deren Mitglied. Anlässlich der internationalen Bozner
Messe wurde er mehrmals schon mit der Goldmedaille ausgezeichnet und 1977 an
der anerkannten internationalen Kunstmesse in Innsbruck zugelassen. Dort hat
er vom Kulturhaus der Tiroler Hauptstadt den Auftrag für ein Triptychon
angenommen, welches das Thema Berge darstellen sollte.
Im Jahre 1998 erwirbt
das Assessorat für Tourismus und Handwerk der Provinz Bozen ein
Gemälde
von Wilhelm Senoner für das Landhaus und 1999 folgt ein Auftrag
des Verbandes der Südtiroler Obstgenossenschaften für eine
Statue des heiligen Jakob aus Apfelholz, die heute im Obstbaumuseum
in Lana als neues Standbild
des Schutzpatrons der Obstbauern ausgestellt ist und später in
zweiter, identischer Ausführung als Geschenk für den Heiligen
Vater in Rom geschaffen werden soll.
Im gleichen Jahr wird von der Pfarrei
St. Ulrich ein Wettbewerb für eine
Skulptur für den Friedhof ausgeschrieben, den Wilhelm Senoner
gewinnt. Das Werk, das er dafür schafft, stellt die Auferstehung
dar.
Parallel zum Studium der Kunst der Vergangenheit setzt sich
der Künstler
mit der Erkundung neuer Formen auseinander; er experimentiert mit ungewissen
Prozessen, getragen von seinen Zweifeln und der Neugierde, um sich dann kühnen
und bizarren Lösungen hinzugeben, die sich im Zauber der Farben
verlieren oder im Ausdruck, wenn kein anderes Merkmal auf das Motiv
hinweist.
Ausgehend von diesem neuen und persönlichen Konzept der Kunst, arbeitet
er über einige Jahre lang an einer Serie ungewöhnlicher Skulpturen,
sammelt sie in einem Katalog und zeigt sie im
Februar 2003 anlässlich der internationalen Messe ART-INNSBRUCK der Öffentlichkeit. Aus
diesen interessanten Arbeiten erwirbt die Gemeinde St. Ulrich den „Roten
Mann" für den Sitzungssaal. In diesem Jahr ist der Künstler
auch mit einer persönlichen Ausstellung in Landshut (Deutschland) und
auf der internationalen Veranstaltung SCONFIN-ART in Trient vertreten.
Die Galerie „Oswald von Wolkenstein", die 1995
in Wolkenstein eröffnet
wurde und nun ihren Sitz in St.Ulrich hat, zeigt die reichhaltige
Sammlung von Zeichnungen, Bildern und Skulpturen des Grödner Künstlers.
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